Starke Abwehrleistung als Garant des Sieges

VfL Bardenberg – BTB Aachen 31:27 (15:12)

Mit dem zehnten Sieg in Folge hat der VfL Bardenberg auch am 20. Spieltag seine Ausnahmeform bestätigt und feiert nun die Punkte 35 und 36 in dieser Saison.

Starker Auftritt vor heimischer Kulisse

Die Frage vor der Partie lautete: Kann der VfL auch vor größerem Publikum in heimischer Halle liefern? Die Antwort fiel eindeutig aus. Der Aufruf im Vorbericht verfehlte nicht seine Wirkung. Mit Fahne (wie haben eine VfL-Fahne) und lautstarker Unterstützung von der Tribüne war die Startphase fest in Bardenberger Hand. Nach nur vier Minuten stand es 5:0.

Wellenbad im zweiten Abschnitt der ersten Hälfte

Dass Handball ein Spiel in Wellen ist, ließ sich bei den Blau-Weißen einmal mehr eindrucksvoll beobachten. In der 14. Minute gerieten die Hausherren erstmals mit 7:8 in Rückstand. Es sollte der letzte Führungstreffer für die Gäste bleiben.

Ein starker Jannis Kleynen im Tor und eine aggressive 5:1-Abwehr machten es den Bandits nahezu unmöglich, zu geordneten Abschlüssen zu kommen. Der Spielfluss der Gäste wurde empfindlich gestört, immer wieder verstrickten sie sich in 1 gegen 1 Situationen ohne Ertrag. Folgerichtig setzte sich das Team von Trainer Ingo Drießen bis zur 26. Minute wieder auf 15:10 ab. Die Führung hätte noch deutlicher ausfallen können. Technische Fehler und Abschlüsse ohne die nötige Tiefe verhinderten das.

Klare Ansagen in der Kabine – und der Rückraum übernimmt

In der Halbzeitpause war der Wille aller Spieler, das Spiel zu gewinnen, deutlich spürbar. Die klare Vorgabe für die zweite Hälfte: Die Fehlerquote reduzieren und das Angriffsspiel mit mehr Tiefe gestalten.

Marlon Faust setzte diese Vorgabe direkt um. Der Rückraumspieler übernahm nach dem Seitenwechsel das Kommando, agierte mit viel Tiefe auf seiner Position und traf dreimal in Folge. Bis zur 41. Minute hielt Bardenberg den Vorsprung konstant bei fünf Toren (20:15), ohne sich endgültig absetzen zu können.

Souveräne Crunchtime

BTB Aachen stemmte sich mit allem dagegen, was ihnen zur Verfügung stand, doch Bardenberg hatte stets eine Antwort parat.

Mit Paul Drießen und Andrew Akintunde, der eine starke Abwehrleistung zeigte und im Angriff unheimliche Präsenz ausstrahlte, fand das Team immer wieder Lösungen.

Die Schlussphase wurde mit Leidenschaft kontrolliert. Über 24:20 (51.) und 28:24 (57.) wurden alle Bemühungen der Gäste souverän gekontert. Am Ende stand ein verdienter und mit viel Herz erkämpfter Heimsieg.

Potenzial und Personalsorgen

Dass man einen Tabellenvierten mit 23 technischen Fehlern bezwingen kann zeigt eindrücklich, wie viel Potenzial in dieser Mannschaft noch schlummert. Die bevorstehende Pause kommt genau zum richtigen Zeitpunkt. Die Ausfälle von Tim Gellin, Meo Müller, Tizian Schappacher, Marvin Strauch und seit gestern auch Tim Ritzerfeld wurden einmal mehr kompensiert – aber das Lazarett soll endlich leerer werden.

Ausblick: SR Aachen wartet

Nach der Osterpause erwartet uns mit SR Aachen ein unangenehmer Gegner. Die Aachener sind zuletzt wieder in Fahrt gekommen und kommen mit zwei Siegen in Folge im Gepäck. Sie werden sich nicht kampflos ergeben. Wenn unsere Verletzten rechtzeitig zurückkehren, können wir endlich wieder mit der nötigen Intensität trainieren, die in den letzten Wochen gefehlt hat.

Wir wünschen allen ein erholsames Osterfest. Bleibt gesund und wir sehen uns am 11. April bei Schwarz-Rot Aachen in der Neuköllner Straße.

Nur der VfL!

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