Düren verlangt dem VfL nochmal alles ab

Der VfL Bardenberg beendet eine außergewöhnliche Saison mit einem Auswärtssieg. Am letzten Spieltag gewann der bereits feststehende Aufsteiger und Meister bei Düren 99 mit 34:26 (18:15). Was auf dem Papier am Ende deutlich aussieht, war über weite Strecken ein echtes Stück Arbeit.

Bardenberg startete gut in die Partie. Nach vier Minuten führte der VfL mit 2:0, stand stabil in der Abwehr und wirkte zunächst sehr präsent. Doch Düren fand zunehmend besser ins Spiel, nahm die Zweikämpfe an und drehte die Partie in der 16. Minute zur 8:7 Führung.

In dieser Phase fehlte dem Bardenberger Angriff etwas die Tiefe und in der Abwehr packte man nicht zu. Vielleicht wollte sich der ein oder andere vor der anstehenden Aufstiegstour nach Mallorca auch nicht mehr unnötig wehtun. Doch in einer hitzigen Atmosphäre reicht Verwalten nicht. Man muss dagegenhalten. Und genau das tat der VfL dann auch.

Bis zur Pause arbeitete sich die Mannschaft wieder zurück in die Kontrolle und erspielte sich eine 18:15 Führung. Trotzdem blieb Düren unangenehm. Die Gastgeber hielten weiter dagegen, nutzten Bardenberger Nachlässigkeiten und kamen in der 45. Minute beim 24:24 noch einmal zum Ausgleich.

Dann zeigte der VfL noch einmal genau das, was ihn über die gesamte Saison ausgezeichnet hat. Ruhe. Konsequenz. Tempo. Dazu eine starke Torhüterleistung und eine Abwehr, die in der Schlussviertelstunde nur noch zwei Gegentore zuließ. Bardenberg zog Tor um Tor davon, erhöhte das Tempo deutlich und ließ Düren keine echte Chance mehr, noch einmal zurückzukommen. Am Ende stand ein verdienter 34:26 Auswärtssieg.

Es war auch ein passender Abschied für Martin Dockhorn. In seinem letzten Spiel für den VfL erzielte er fünf Tore und avancierte damit noch einmal zum Spieler des Spiels. Ein schöner Abschluss für ihn persönlich und ein gelungener Abend für die gesamte Mannschaft.

Nach Abpfiff durfte der VfL dann auch offiziell die Meisterschaft feiern. Aus Bardenberger Sicht hätte dieser Moment gerne einen würdigeren Rahmen verdient gehabt. Dass am letzten Spieltag weder der Staffelleiter vor Ort war noch eine offizielle Ehrung durch den Handballverband Nordrhein stattfand, ist für einen Meistertitel kein gutes Bild. Die Mannschaft hat sich davon die Freude aber nicht nehmen lassen.

Denn diese Saison bleibt perfekt. Aufstieg. Meisterschaft. Letzter Spieltag gewonnen. Eine Mannschaft, die über Monate gewachsen ist, sich ihren Erfolg einfach hoch verdient hat.

Wir sehen uns in der Oberliga.

Nur der VfL!

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