Eschweiler vor der Brust, Brühl im Kopf? Bardenberg vor anspruchsvollem Saisonfinale

Intensive Wochen für den VfL Bardenberg: In der Handball-Verbandsliga empfängt der Tabellenführer am Samstag die Eschweiler SG in der heimischen Walter-Rütt-Halle.

Der Blick auf das Hinspiel scheint klar: Im Dezember setzte sich der VfL deutlich mit 39:22 durch. Doch Trainer Ingo Drießen warnt davor, daraus falsche Schlüsse zu ziehen: „In dieser Liga darf man sich gegen keinen Gegner eine Schwäche erlauben. Wir müssen alles in dieses Spiel investieren.“

Der Trainer gibt die Richtung vor

Gerade jetzt, in der entscheidenden Phase der Saison, zahlt sich die Breite des Kaders aus. Mit 17 Spielern ist der VfL deutlich variabler aufgestellt als in den vergangenen Jahren. Schon in der Vorbereitung legte das Trainerteam großen Wert darauf, allen Akteuren Spielanteile zu geben. Auch deshalb ist die Mannschaft bislang vergleichsweise gut durch die Saison gekommen. Ein wichtiger Faktor: das konsequente Athletik- und Koordinationstraining, aufgebaut und betreut von Physio-Team Paul Welter und Anke Schwebel. Sollte es dennoch zu Ausfällen kommen, ist der VfL in der Lage, mit einer breiten Bank diese aufzufangen.

Energie von der Bank auf das Feld übertragen

Ganz ohne personelle Fragezeichen geht es allerdings auch diesmal nicht. Mit Tizian Schappacher, Marlon Faust, Ben Müller und Marvin Strauch werden erneut einige Spieler fehlen.

Im Tor wurde unter der Woche intensiv gearbeitet. Torwarttrainer Wilfried Schultheis hat die Leistung aus dem Spiel gegen Schwarz-Rot Aachen gemeinsam mit Co-Trainer Alex Sack und den Keepern analysiert und aufgearbeitet. Zudem kehrt Jannis Kleynen zurück zwischen die Pfosten und soll der Defensive zusätzliche Stabilität geben.

Auch Tim Gellin macht weiter Fortschritte. Nach seiner längeren Pause konnte er unter der Woche wieder deutlich intensiver trainieren und bringt zusätzliche Optionen für Angriff und Abwehr. Für einen Platz in der Startformation dürfte es wahrscheinlich noch nicht reichen, aber er ist klar auf dem richtigen Weg.

Tim Gellin mit viel Durchsetzungsvermögen

Und dann ist da natürlich noch dieses Spiel, das im Hintergrund mitschwingt: das Duell in der kommenden Woche gegen Brühl. Dass dieses Spiel bereits jetzt eine Rolle in den Köpfen spielt, ist nachvollziehbar – innerhalb der Mannschaft wie auch im gesamten Umfeld. Dennoch gilt der volle Fokus zunächst dem Samstag.

Eschweiler spielt auch in dieser Saison eine solide Rolle im gesicherten Mittelfeld und kann in Bardenberg befreit aufspielen. Drießen nimmt deshalb seit Wochen die Rolle des Mahners ein und fordert immer wieder volle Konzentration auf die jeweils nächste Aufgabe. Gleichzeitig weiß er, dass er sich auf sein Team zu 100 Prozent verlassen kann.

Für den VfL beginnt jetzt die heiße Phase. Jedes Spiel hat Endspielcharakter (siehe Tabelle).

Anwurf ist am Samstag um 18 Uhr. Die Mannschaft setzt auf die Unterstützung von den Rängen – auf die Energie, die in solchen Momenten den Unterschied machen kann.

Nur der VfL!

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