Schwache erste Halbzeit kostet den VfL früh die Chance auf Punkte. Trotz einer Leistungssteigerung nach der Pause unterliegt Bardenberg mit 29:38 (11:19).
Nach zuletzt zwei Siegen in Folge musste der VfL Bardenberg bei den Wölfen Voreifel einen deutlichen Rückschlag hinnehmen. In Heimerzheim erwischte unsere Mannschaft einen gebrauchten Abend und unterlag am Ende verdient mit 29:38.
Vor allem die erste Halbzeit gab Anlass zur Kritik. Zu wenig Einsatzbereitschaft, fehlende Konsequenz im Rückzugsverhalten und eine ungewohnt hohe Fehlerquote machten es den Gastgebern viel zu leicht. Dass uns einige wichtige Alternativen im Rückraum fehlten, machte die Aufgabe nicht einfacher. Das allein kann und darf aber keine Erklärung für unseren Auftritt in den ersten 30 Minuten sein.
Früh auf verlorenem Posten
Die Wölfe machten von Beginn an deutlich, was uns erwarten würde. Mit einer offensiven und aggressiven Deckung setzten sie unseren Rückraum früh unter Druck. Wir fanden kaum Lösungen gegen die offene Abwehrformation und entwickelten viel zu wenig Durchschlagskraft. Bereits nach gut sechs Minuten lagen wir mit 1:5 zurück. Auch eine frühe Auszeit brachte zunächst keine Besserung. Über 3:8 und 4:10 setzte sich Voreifel weiter ab.
Besonders ärgerlich war dabei unser Rückzugsverhalten. Nach Ballverlusten fehlte häufig die nötige Bereitschaft nach hinten zu arbeiten. Die Gastgeber nahmen diese Einladungen dankend an und kamen immer wieder zu einfachen Toren.
Kevin Ogiolda konnte einem zwischen den Pfosten fast schon leidtun. Viel zu häufig tauchten die Angreifer der Wölfe völlig frei vor ihm auf. Die Unterstützung seiner Vorderleute blieb weitgehend aus. Unter diesen Umständen war es für unseren Torhüter kaum möglich, dem Spiel seinen Stempel aufzudrücken. Auf der anderen Seite nutzten die Gastgeber ihre Möglichkeiten konsequent. Besonders Timm Schwolow und David Runge bekamen wir über weite Strecken nicht in den Griff. Beim 12:6 nach einer Viertelstunde war die Partie bereits deutlich in Richtung der Hausherren gekippt. Bis zur Pause wuchs der Rückstand auf 11:19 an.
Acht Tore Rückstand waren eine schwere Hypothek.
Mehr Leidenschaft nach der Pause

Für die zweite Halbzeit war klar, dass wir etwas verändern mussten. Mit einer doppelten Manndeckung wollten wir den Spielfluss der Gastgeber unterbrechen und selbst wieder aktiver werden. Die Umstellung zeigte Wirkung. Wir agierten nun deutlich engagierter, erzwangen Ballgewinne und fanden auch im Angriff bessere Lösungen. Vor allem zwischen der 35. und 40. Minute zeigte unsere Mannschaft endlich die Reaktion, die wir uns gewünscht hatten. Aus dem 13:21 machten wir ein 18:22 und verkürzten damit noch einmal auf vier Tore.
Doch genau in dieser Phase machten wir uns das Leben erneut selbst schwer. Unnötige Ballverluste verhinderten, dass wir den Druck weiter erhöhen konnten. Statt den Rückstand noch weiter zu verkürzen, ließen wir die Wölfe wieder davonziehen. Mit drei Treffern in Folge stellten die Gastgeber auf 25:18. Damit war unsere Aufholjagd praktisch beendet.
Lichtblicke im Zusammenspiel am Kreis

Auch wenn an diesem Abend insgesamt wenig zusammenlief, gab es durchaus positive Erkenntnisse. Besonders unser Kreisläuferspiel funktionierte in der zweiten Halbzeit hervorragend. Lukas Druschke zeigte eine starke Leistung. Mit gutem Timing, einem feinen Gespür für freie Räume und viel Bewegung stellte er die gegnerische Abwehr immer wieder vor Probleme. Dabei harmonierte er besonders gut mit Nico Krupp, der Lukas mit sehenswerten Anspielen in Szene setzte. Das Zusammenspiel der beiden war phasenweise kaum zu verteidigen.
Am Ende stand eine deutliche 29:38-Niederlage auf der Anzeigetafel. Und so ehrlich müssen wir sein. An diesem Abend war für uns nichts zu holen. Die Wölfe waren wacher, konsequenter und vor allem in der ersten Halbzeit deutlich entschlossener. Bei einigen unserer Spieler schien der Akku nicht vollständig geladen zu sein. Das machte sich gerade bei der nötigen Laufbereitschaft und im Zweikampfverhalten bemerkbar. Natürlich haben uns die fehlenden Wechselmöglichkeiten im Rückraum zusätzlich eingeschränkt. Aber auch mit einem reduzierten Kader müssen wir eine andere Einstellung auf die Platte bringen.
Mit 5:5 Punkten in die Herbstpause
Nach fünf Spieltagen stehen wir als Aufsteiger mit 5:5 Punkten da. Zwei Siege, ein Unentschieden und zwei Niederlagen sind eine ordentliche Ausbeute. Wir haben bereits gezeigt, dass wir auch gegen starke Gegner bestehen können. Gleichzeitig haben wir erlebt, wie schnell man in dieser Liga bestraft wird, wenn Einsatzbereitschaft, Konzentration und Konsequenz nicht stimmen.
Jetzt kommt die kurze Herbstpause zum richtigen Zeitpunkt. Wir wollen die Zeit nutzen, um neue Kräfte zu sammeln, angeschlagene Spieler zurückzubekommen und weiter an unserem Zusammenspiel zu arbeiten.
Anschließend geht es in der Walter-Rütt-Halle gegen die Löwen Oberberg weiter. Dann hoffentlich wieder mit mehr personellen Möglichkeiten auf den Rückraumpositionen und vor allem mit der Einstellung, die unsere Mannschaft auszeichnet. Auch solche Abende gehören zu unserem Weg in der Oberliga. Entscheidend ist, wie wir darauf reagieren.
Gemeinsam weiter. 🔵⚪
Unser Dorf. Unser Verein. Unser VfL.