Zu viele eigene Fehler verhindern den ersten Sieg

Der erste Oberliga-Heimauftritt nach langer Zeit hatte vieles von dem, was wir uns gewünscht hatten. Eine gute Anfangsphase, viel Moral und eine Mannschaft und eine gut besuchte Halle. Doch am Ende stand eine 25:29-Niederlage gegen den 1. FC Köln auf der Anzeigetafel. Zur Halbzeit hatte der VfL bereits mit 11:13 zurückgelegen.
Und genau diese Niederlage fühlt sich unnötig an. Nicht, weil Köln kein verdienter Sieger gewesen wäre, sondern weil wir uns an diesem Abend zu häufig selbst im Weg standen.
Starker Beginn, aber zu wenig daraus gemacht
Dabei kamen wir richtig gut in die Partie. Nach ausgeglichenen ersten Minuten fanden wir zunehmend Zugriff und setzten uns über 5:2 und 6:2 bis auf 7:3 ab. Vor allem in dieser Phase hatten wir die Möglichkeit, unsere Führung weiter auszubauen. documento

Doch genau das gelang nicht.
Zu viele freie Würfe blieben ungenutzt und mit zunehmender Spielzeit schlichen sich technische Fehler in unser Angriffsspiel ein. Statt Ruhe und Sicherheit aus der guten Anfangsphase mitzunehmen, brachten wir Köln zurück in die Begegnung.
Bis zum 11:9 lagen wir weiterhin vorne. Dann kippte die Partie innerhalb weniger Minuten. Köln erzielte die letzten vier Treffer vor der Pause und aus unserer Führung wurde ein 11:13-Halbzeitrückstand. Zwei vergebene Siebenmeter in dieser Phase taten zusätzlich weh. documento
Moral gezeigt und noch einmal zurückgekämpft
Der Start in die zweite Hälfte machte die Aufgabe zunächst noch schwieriger. Köln erhöhte auf 11:15 und schließlich 12:18.
Aber die Mannschaft gab sich nicht auf.
Mit viel Einsatz, Emotion und Moral kämpften wir uns zurück. Aus dem 12:18 machten wir innerhalb weniger Minuten ein 17:18. Spätestens jetzt war die Walter-Rütt-Halle wieder da und das Spiel vollkommen offen. Kurz darauf verkürzten wir beim 18:19 erneut auf einen Treffer.

Es war genau die Phase, in der wir das Spiel hätten drehen können.
Doch auch während dieser Aufholjagd gelang es uns nicht, die Fehlerquote dauerhaft herunterzubekommen. Köln blieb konsequenter, nutzte unsere Fehler und setzte sich wieder ab. Über 18:22 und 19:25 gerieten wir erneut deutlich ins Hintertreffen. In der Schlussphase war der Abstand schließlich zu groß. Am Ende mussten wir uns mit 25:29 geschlagen geben.
Zu selten unser eigenes Spiel
Das Ergebnis ist dabei nur ein Teil der Geschichte. Entscheidend ist für uns die Erkenntnis, dass wir an diesem Abend weder individuell noch als Mannschaft wirklich zu unserem Spiel gefunden haben.
Wir haben gesehen, dass wir uns auch nach einem Sechs-Tore-Rückstand zurückkämpfen können. Gleichzeitig haben wir aber auch gesehen, dass Moral alleine in dieser Liga nicht reicht. Wenn wir uns zu viele technische Fehler und Fehlwürfe erlauben, machen wir es dem Gegner zu leicht.
Positiv hervorzuheben ist Kevin Ogiolda, der uns mit seinen Paraden lange im Spiel hielt. Auch unsere Linkshänder wussten an diesem Abend zu gefallen und setzten immer wieder gute Akzente.
Köln hatte mit Lukas Franzen, der zwölf Treffer erzielte, den erfolgreichsten Torschützen der Partie in seinen Reihen. Beim VfL waren Jonas Audi und Meo Müller mit jeweils vier Toren die erfolgreichsten Werfer.
Mund abputzen, weiterarbeiten
Nach dem 32:32 in Birkesdorf und der ersten Heimniederlage stehen wir nach zwei Spielen bei einem Punkt. Die Niederlage gegen Köln gehört zum Lernprozess. Ärgerlich ist sie trotzdem, denn die Möglichkeiten waren da.
Jetzt geht es darum, die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen. Weniger individuelle Fehler, mehr Konsequenz im Abschluss und wieder mehr von dem Handball, den wir eigentlich spielen wollen.
Unser Dorf. Unser Verein. Unser VfL. 🔵⚪